Das vom Naturpark Chasseral unter der Schirmherrschaft der Fondation Grand Chasseral geleitete Projekt «Objectif Chasseral» erreicht damit eine neue Etappe. Das Treffen knüpft an den Reflexionsworkshop vom 25. Juni 2026 im Hotel Chasseral an, an dem sich rund 40 Teilnehmende mit der Zukunft des Standorts befassten. Zudem wurden die laufenden konkreten Massnahmen sowie die wichtigsten Erkenntnisse aus der im Jahr 2025 gemeinsam mit elf Berggasthöfen durchgeführten Kampagne «Chasseral, vues de loin» («Chasseral, aus der Ferne betrachtet») präsentiert.
Vier Kernwerte als Ausgangspunkt
Die Anerkennung der örtlichen Identität bildet das Fundament für das künftige Regionalprojekt. Im Rahmen der Gespräche konnten vier grundlegende Werte rund um den Chasseral herausgearbeitet werden:
- ein aussergewöhnlicher Ort, der für seine unberührte Natur und die Schönheit seiner Landschaften bekannt ist;
- ein vielschichtiger Ort, an dem verschiedene Nutzergruppen und eine Vielzahl von Akteuren nebeneinander bestehen;
- ein Ort der Verankerung – das Wahrzeichen der Region –, dem die lokale Bevölkerung tief verbunden ist;
- ein Ort, der starken saisonalen Schwankungen unterliegt, mit unterschiedlichen Aktivitäten und Nutzungen im Sommer und im Winter.
Sechs Prioritäten für den Massnahmenplan
Die Projektbegleitgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Jura bernois.Bienne, Grand Chasseral Tourisme, dem Park Chasseral und den fünf hauptsächlich betroffenen Gemeinden (Nods, Lignières, Val-de-Ruz, Saint-Imier und Villeret), hatte fünf Arbeitsschwerpunkte definiert: koordinierte regionale Zusammenarbeit, Zugang, Qualität der Infrastrukturen, Angebot/Besucherempfang, Zusammenleben und Kommunikation. Diese werden durch Massnahmen in den folgenden Bereichen umgesetzt:
- Langsamverkehr fördern;
- Zugänglichkeit stärken durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs;
- Infrastrukturen an die einzigartige Identität des Standorts anpassen;
- bei den durchgeführten Massnahmen die jeweilige Saison berücksichtigen;
- die Öffentlichkeit stärker sensibilisieren;
- das Augenmerk auf die Landschaftsqualität und die Biodiversität legen.
Entwicklung konkreter Massnahmen bis Ende Jahr
Die Präsentation dieser Ergebnisse bildet den Abschluss des partizipativen Prozesses. Auf der Grundlage der durchgeführten Arbeiten wird ein Massnahmenplan erstellt, der bis Ende Jahr vorliegen soll. Im Auftrag der Gemeinden und der Stiftung Grand Chasseral wird der Park Chasseral auch weiterhin eine koordinierende Rolle wahrnehmen. Die Arbeitsgruppe wird sich ebenfalls auf ein zentrales Anliegen konzentrieren. Es geht darum, die künftige koordinierte regionale Zusammenarbeit des Gebiets auszugestalten, um die Vorschläge der Bevölkerung und der lokalen Akteure effizient umzusetzen.
